Arbeitskreis für Vor- und Frühgeschichte im Heimatverein für den Landkreis Augsburg e.V.  
     
   
 

Winterwanderung 2017

"Burgstall Hattenberg"
Leitung: Gisela Mahnkopf

Die seit einigen Jahren regelmäßig stattfindende Winterwanderung des Arbeitskreises für Vor- und Frühgeschichte im Landkreis Augsburg führte die Teilnehmer am 12. Februar zum Burgstall Hattenberg. Er liegt von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen versteckt im Wald zwischen Ried und Fischach.

Handskizze von Dr. von Rad 1908 Vergrößern Handskizze von Dr. von Rad 1908
Trotz trüben Wetters hatten sich am vereinbarten Treffpunkt um 14 h mehr als 70 Personen eingefunden, dazu noch zwei archäologisch interessierte Vierbeiner. Die etwa 21/2 Stunden dauernde Wanderung führte zunächst zu dem imposanten Trichtergrubenfeld, das sich an der Ostseite des Hartenberges befindet. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts hatten dort Heimatforscher Grabhügel vermutet (Lehrer Andreas Wiedemann und Johannes Richter). Bei einer Grabung 1879 konnten sie nur unbedeutende Kohlereste (evtl . von Verhüttungen) und undatierbare Keramikscherben finden.

1908 hat der Augsburger Heimatforscher Dr. von Rad eine topographische Handskizze des Trichtergrubenfeldes im Maßstab 1:400 gezeichnet, die in den heimatkundlichen Heften „Deutsche Gaue“ des Kuraten Frank (1867 – 1942) aus Kaufbeuren veröffentlicht wurde.

Die Ausmaße der einzelnen Kessel sind mit bis zu 10m Tiefe und 8 – 10m Durchmesser in dieser Größe im ganzen Landkreis Augsburg nicht mehr nachweisbar.

Von den Trichtergruben ging es zum eigentlichen Ziel - dem hochmittelalterlichen Burgstall der Hattenberger.

Der topographische Plan der Burganlage Hattenberg wurde bereits 1963 durch Mitglieder des Arbeitskreises unter der Leitung von Fachheimatpfleger Otto Schneider aufgenommen.

Topographischer Plan Hattenberg Vergrößern Topographischer Plan Hattenberg
Er zeigt im Osten die Vorburg, die durch ein Wall/Grabensystem abgeriegelt ist. Die Hauptburg ist im Süden und teilweise im Osten total zerstört worden durch frühere Arbeiten in einem Steinbruch. Das restliche Wall/Grabensystem ist im Westen und Norden noch gut erhalten. Im SW und NW sind zwei Grabenköpfe zu erkennen. Auf dem Haupthügel kann man die Ausbruchgrube des Turmes sehen.

Die Geschichte der Burg beginnt im 12. Jahrhundert, als sie von den Kämmerern von Kemnat erbaut wurde. Sie waren als Vögte mit den Besitzungen des Augsburger Bistums belehnt worden. Ein Zweig der Kemnater benannte sich nach der Burg, die Hattenberger. Sie sind in Urkunden des 13. Jahrhunderts nachweisbar. Nach einem Streit zwischen Heinrich von Hattenberg und dem Augsburger Bischof Wolfhart von Rot wurde die Burg um 1297 zerstört.

Von der Burg blieb kein Stein übrig. Gustav Euringer schreibt in seinem Wanderbuch „Auf nahen Pfaden“ (1903), dass Steine der Burg 1780 beim Bau der Brauerei Ustersbach verbaut wurden.

Das war auch ein Grund dafür, nach Abschluß der Exkursion die Wanderung mit einem gemütlichen Plauderstündchen im Bräustübchen von Ustersbach abzuschließen.

Text und Abbildungen: Udo Gruber

Winterwanderung 2016

"Gräber, Gräben und das versunkene Schloss von Burgwalden"
Leitung: Gisela Mahnkopf

Wir trafen und zu unserer Winterwanderung um 14:00 Uhr auf dem Parkplatz in Burgwalden (Bobingen)

Burgwalden Schloßweiher Bild vergrößern Burgwalden Kirche und Wirtschaft Bild vergrößern

Die Wanderung war gut 8 km lang und dauerte insgesamt 3 Stunden (reine Gehzeit ca. 2 1/2 Std.).

Wir wanderten in einem großen Bogen an bronzezeitlichen Grabhügeln vorbei zu einer Abschnittsbefestigung beim „Burlafinger Weiher“ und wieder zurück zum geheimnisvollen, versunkenen Wasserschloss im „Schloßweiher“.

In der Kirche Unsere Liebe Frau und St. Franziskus und im ehem. „Backhäusl“ mit seiner Historiengalerie erhielten wir eine Führung zur Orts- und Kirchengeschichte.

Anschließend kehrten wir in Oblingers Waldgaststätte in Burgwalden ein und konnten uns dort bei einer Brotzeit stärken.

Bei Schnee und Eis empfehlen sich immer gute Wanderschuhe mit Profil und Wanderstöcke.
Die kleine Winterwanderung findet bei fast allen Wetterverhältnissen statt!
Einladung zur Winterwanderung

 
Arbeitskreis für Vor- und Frühgeschichte
im Heimatverein für den Landkreis Augsburg e.V.
Augsburger Straße 24
Umweltzentrum
86420 Diedorf - Kreppen