Arbeitskreis für Vor- und Frühgeschichte im Heimatverein für den Landkreis Augsburg e.V.  
     
   
 

Meilerbrand

Keramikherstellung wie vor tausend Jahren

Bereits in der Anfangszeit der Keramikherstellung durch den Menschen verwendete man für das Brennen von Töpferwaren den offenen Feldbrand oder Meilerbrand, der auch heute noch in manchen afrikanischen Gebieten seine Anwendung findet.

Meilerbrand Bild vergrößern

Dabei wird die zu brennende Ware in einer flachen Grube aufgeschichtet und die Zwischenräume mit Stroh, Laub und Holz aufgefüllt. Flusskiesel bedecken den Boden der Grube, sie bieten eine gute Isolation gegen die Bodenfeuchte und speichern Wärme über lange Zeit. Abwechselnd werden Holzstücke und Zweige aufgeschichtet, bis ein etwa ein bis zwei Meter hoher Hügel entstanden ist.

Beim anschließenden Abbrennen erreicht man Temperaturen von bis zu 600°C. Das größte Problem bei diesem Verfahren ist die ungleichmäßige Hitzeverteilung innerhalb des Feuers und damit einhergehende Schäden an der Töpferware.

Durch vollständiges Abdichten der Brandgrube mit Rasensoden wird aus dem schwer zu kontrollierendem Oxidationsbrand ein schonender Reduktionsprozess, der etwa 24 Stunden dauert.

Am nächsten Tag wird den Meiler dann behutsam Schicht für Schicht geöffnet.

Wir dürfen Ihnen hier die ausführliche Dokumentation unseres Meilerbrandversuches von Rudi Zitzelsberger-Jakobs vorstellen.

Gebrannte Webgewichte Bild vergrößern
 
Arbeitskreis für Vor- und Frühgeschichte
im Heimatverein für den Landkreis Augsburg e.V.
Augsburger Straße 24
Umweltzentrum
86420 Diedorf - Kreppen