Arbeitskreis für Vor- und Frühgeschichte im Heimatverein für den Landkreis Augsburg e.V.  
     
   
 

Unsere Aktivitäten

Mehrmals im Jahr treffen sich die Mitglieder des Arbeitskreises und ihre Familien und Freunde der Archäologie, um sich auf Exkursionen mit interessanten Denkmälern und Überresten vergangener Zeitalter zu beschäftigen oder um besondere Ausstellungen zu besuchen. Zu nennen sind hier unser 1. Mai-Ausflug sowie die "Kleine Winterwanderung", bei der meist noch schneebedeckte keltische Viereckschanzen oder Burgställe und auch besondere Geotope erkundet werden.

1. Saatgutbörse im Umweltzentrum

Am 11. März 2017 fand im Innenhof der Kreppener Mühle (Umweltzentrum Schmuttertal) die 1. Saatgutbörse statt. Auch der Arbeitskreis für Vor- und Frühgeschichte war mit einem Infostand vertreten.

Willy Farquhar zeigte anschaulich wie die Menschen der Steinzeit Pfeilspitzen und Sicheleinsätze aus Feuerstein hergestellt haben. Darüber hinaus konnten die Besucher viel Interessantes über die ältesten Getreidesorten und Nutzpflanzen sowie die Lebensweise der ältesten Bauern erfahren.

Herzlichen Dank für den Text an Christiane Chrobaczek und die Bilder an Udo Gruber und Alexandra Völter.

"EXTRATOUR"

Große Landesausstellung Baden-Württemberg 2016

Am 31. Juli 2016 fuhren wir zur Großen Landesausstellung Baden-Württemberg 2016
"4000 Jahre Pfahlbauten", Kloster Schussenried und Federseemuseum Bad Buchau. Auch Nichtmitglieder waren herzlich willkommen.

Grabung steinzeitliche Moorsiedlung Bild vergrößern Grabung steinzeitliche Moorsiedlung Bild vergrößern

In einer 1,5-stündigen Führung im Kloster Schussenried wurde uns die steinzeitliche Epoche der Pfahlbauten anhand eindrucksvoller Fundstücke aus den Welterbestätten Ödenahlen, Alleshausen, Schreckensee und der Siedlung Forschner näher gebracht.

Nach dem Mittagessen im Klosterhof wanderten wir zur Ausgrabung einer steinzeitlichen Moorsiedlung im Olzreuter Ried, die uns von einer Archäologin detailliert erläutert wurde.

Federseemuseum Bad Buchenau Bild vergrößern Federseemuseum Bad Buchenau Bild vergrößern Der Nachmittag gehörte der Bronzezeit. Im Federseemueeum Bad Buchenau nahmen wir an einer 1-stündigen Führung durch die Ausstellung teil. Die Außenanlagen mit Nachbildungen von Pfahlbauten und einem Einbaum direkt am Federsee gehörten zu den anschaulichen Highlights des Tages.

Flyer zu unserer Extratour 2016

"Archäologie in der Mühle" - Frühjahrsprogramm 2016

Hier können Sie das komplette Programm unserer Ferienworkshops herunterladen.

Steinzeitwerkstatt "Mammut & Co."

Am 24. August 2016 fand von 9:00 - 12:00 Uhr unsere Steinzeitwerkstatt "Mammut & Co." für Kinder von 6 bis 10 Jahren statt.

Aus Silex oder Feuerstein fertigte und retuschierte jedes Steinzeitkind eine kleine Pfeilspitze. Mit Perlmutt aus Teichmuschelschalen gestalteten wir mit einem „echten“ steinzeitlichen Werkzeug, dem Silexbohrer und Schleifplatten aus Stein eine oder zwei Schmuckscheiben.

Den Beutel aus Leder zum Aufbewahren dieser Schätze machenten wir uns anschließend. Zum Verschließen brauchten wir dann nur noch eine Kordel, die wir selbstverständlich selbst drehten.

Die Leitung des Workshops übernahm Gisela Mahnkopf, Kreisheimatpflegerin Archäologie.

"Was wächst und blüht im Steinzeit- und Römergarten?"

Führung durch unseren Steinzeit- und Römergarten Bild vergrößern

Frau Christiane Chrobaczek (Arbeitskreis für Vor- und Frühgeschichte) führte am 05. August 2016 durch unseren „Archäologengarten“.

Welche Nutzpflanzen kannten schon die ersten Bauern der Steinzeit?
Waren die Römer wirklich alle Gourmets oder liebten sie eher die leichte Küche?
Wie erfuhren, was die Steinzeitmenschen bei uns angebaut und was die Römische Küche wirklich zu bieten hatte.

Im Anschluss gab es ein eine kleine Kostprobe aus dem Garten.

Steinzeitgarten Bild vergrößern Führung durch unseren Steinzeit- und Römergarten Bild vergrößern Kostprobe von unserem römischen Buffet Bild vergrößern Kostprobe von unserem römischen Buffet Bild vergrößern

Herzlichen Dank für die Bilder an Udo Gruber und Gisela Mahnkopf.

"ludi romanorum" oder: Das römische Mühlespiel

Unter der Leitung von Gisela Mahnkopf übten wir uns am 15. Juli 2016 im Anfertigen eines römisches Mühlespiels für die Reise aus Leder und Steinen.

Wer genügend Zeit mitgebracht hatte, konnte anschließend seine Kräfte in einem kleinen Wettbewerb beim Mühlespiel messen.

Römisches Mühlespiel Bild vergrößern Römisches Mühlespiel Bild vergrößern Römisches Mühlespiel Bild vergrößern

"Naturfarben von der Steinzeit bis heute"

Handabdruck mit gelbem Ocker Bild vergrößern Ein Nachmittag für alle, Eltern+Kind oder Oma/Opa+Enkel

Unter der Leitung von Dr. Simone Lang wurden am 13. Mai 2016 in der „Steinzeithöhle“ Pinsel geklopft, Farbpigmente hergestellt und mit Öl und Wasser zu Farben angerührt.

Im „Naturchemielabor“ gingen wir der Frage nach, warum Blaukraut blau und Rotkohl rot ist. Wir experimentierten mit Pflanzen und den Wirkstoffen der Natur und zauberten die herrlichsten Farben ins Reagenzglas.

Ein bunter Spaß für Groß und Klein!

"Mit Pfeil und Bogen"

Pfeilspitze Bild vergrößern Pfeilspitzen aus der Steinzeit belegen, dass die Menschen schon vor 20.000 Jahren mit Pfeil und Bogen auf die Jagd gegangen sind.

Unter der Leitung von Peter Michl (Peter's Bow House, www.peters-bow-house.de) konnten sich am 29. Mai 2016 Jung und Alt in der Kunst des traditionellen Bogenschießens üben und erhielten einen Einstieg in Schießtechnik, Historie und Sicherheitsregeln.

Schauen Sie sich unsere ersten Versuche hier an.

20. August 2015: Ferienprogramm in der Mühle

Von 9:00 - 12:00 Uhr fand unser Steinzeitwerkstatt-Programm statt:

- Anfertigen eines Silex-Bohrers mit Retuschieren der Silex Spitze,
- Muschelplättchen bohren,
- Schnur oder Kordel herstellen.

An der Veranstaltung nahmen 14 Kinder teil und verwandelten sich in begeisterte "Steinzeithandwerker".
Hier erfahren Sie mehr über unsere Workshops.

19. Juni 2015: Keramikherstellung wie vor tausend Jahren

Der Arbeitskreis für Vor- und Frühgeschichte lud alle Interessierten zu unserem 1. Meilerbrand am Freitag, 19. Juni 2015 ab 14.00 Uhr in der Kreppener Mühle ein!

Meilerbrand Skizze Meilerbrand (Zeichnung: Nina, 13 J.)

Wir hatten im Februar verschiedene Gefäße und Webgewichte getöpfert, die jetzt gebrannt werden mußten, um gebrauchsfertig zu sein.

Beim offenen Feldbrand oder Meilerbrand wird die zu brennende Ware in einer flachen Grube aufgeschichtet und die Zwischenräume mit Stroh, Laub und Holz aufgefüllt. Flusskiesel bedecken den Boden der Grube. Abwechselnd werden Holzstücke und Zweige aufgeschichtet, bis ein etwa ein bis zwei Meter hoher Hügel entstanden ist. Beim anschließenden Abbrennen erreicht man Temperaturen von bis zu 600°C.

Das Ergebnis stellen wir Ihnen auf unserer "Meilerbrand-Seite" vor.

16. Mai 2015: Ausflug zum "Flintsymposium" nach Altdorf

Weitere Informationen zum "Steineklopf-Seminar" finden sich auf der Homepage der Gesellschaft für Archäologie.

22. Apr. 2012: Geologisch/archäologischer Ausflug ins Ries

Rieskratermuseum Nördlingen Bild vergrößern Wanderung im Rieskrater Bild vergrößern

Die Sonderausstellung zum 10. Jahrestag des Neuschwanstein-Meteoriten-Falls im Rieskratermuseum in Nördlingen war spektakulärer Auftakt der Rundfahrt über das Geotop Wengenhausen zwischen Wallerstein und Marktoffingen zur nahegelegenen Schottergrube bei Unterwilfingen.

Wir beschäftigten uns mit den zum Teil abenteuerlichen Ablagerungsverhältnissen der vom Ries-Einschlag vor 15 Mio. Jahren betroffenen Gesteine.

Goldberg Bild vergrößern Vorbei an Kirchheim am Ries ging es weiter über Goldburghausen zum Goldberg. Dieser Berg ist ein wahrhaft herausragender Travertinklotz, der durch Ablagerungen auf einer heftig verlagerten Jurakalk-Scholle im Riessee entstanden ist. Vor allem aber bietet er einen charmanten Blick über die Weite des Kraters. Hier versöhnen sich Geologie und Archäologie, denn der Berg weist Besiedelungsperioden vom Mittelneolithikum bis in die Latene-Zeit auf. Die Römer waren wohl auch mal da und als kleine Zugabe für uns gab es ein Biotop mit der Schwarzen Mörtelbiene zu sehen. Das kleine, aber feine Museum in Goldburghausen lud uns zum Abschluss zum Besuch ein.

(Organisation: Dr. Karl Wimmer)

29. Okt. 2012: Ausflug zum Jexhof

Sonderausstellung im Jexhof Bild vergrößern

Das Bauernhofmuseum Jexhof gehört zu den zentralen kulturellen Einrichtungen des Landkreises Fürstenfeldbruck.

Wir folgten sehr gerne der Einladung von Kreisheimatpfleger und Ausstellungskurator Toni Drexler um uns die archäologische Sonderausstellung „Geschichten aus der Erde – Archäologie rund um den Jexhof“ anzusehen.

(Führung: Toni Drexler)

01. Sep. 2011: Exkursion nach Donauwörth

Reste der Burg Manegoldstein Bild vergrößern

Im Jahr 1030 bestätigte Konrad II. „seinem treuen Manegoldus“ jene alten Markt-, Münz- und Zollrechte, die schon dessen Vater Arbo besaß. Zugleich erhalten wir dabei zum ersten Mal Kenntnis von einer Burg „Manegoldstein“.

Die Reste dieser bereits 1308 wieder zum Abbruch freigegebenen Ruine konnten im Zug von archäologischen Grabungen 2009-2010 freigelegt und untersucht werden. Eine Sonderausstellung im Rathaus von Donauwörth präsentierte zahlreiche Fundstücke und erläuterte die für die Stadtgeschichte Donauwörths so bedeutsamen Ergebnisse der Grabungen.

Wir durften auch auch die immer noch beeindruckenden Mauerreste der Ritterburg Mangoldstein auf dem Baugelände besichtigen und ließen den Nachmittag im Goldenen Hirschen ausklingen.

(Führung: Gudrun Reißer M.A.)

29. Sep. 2011: Exkursion nach Trient

Ausstellung Trento Bild vergrößern

“Im Licht des Südens – Begegnungen antiker Kulturen zwischen Mittelmeer und Zentraleuropa“, ein Titel, der Sehnsucht weckt.

In enger Zusammenarbeit mit der Archäologische Staatssammlung München konzipierte und realisierte das Museo Castello del Buonconsiglio, Trento, eine Ausstellung zum Thema „weite Wege der Kulturen“, wie dann auch der italienische Titel der Ausstellung lautete: „Le grandi vie delle civiltà“. Anhand von Exponaten aus ganz Europa wurde der Frage kultureller Beziehungen und Verflechtungen nachgegangen.

Als einer der vielen internationalen Leihgeber durfte sich auch der Arbeitskreis für Vor- und Frühgeschichte an der Ausstellung mit einigen Objekten aus der Zeit der Glockenbecherkultur beteiligen.

2002 hatte ein Mitglied des Arbeitskreises das Gräberfeld der Glockenbecherkultur in der Lehmgrube Creaton in Markt entdeckt. Grab 1, eine Frauenbestattung, erwies sich wegen seiner Grabausstattung in vieler Hinsicht als singulär und schließlich bedeutend genug, um im Rahmen einer so großen Ausstellung in Trient und München gezeigt zu werden.

Der Arbeitskreis für Vor- und Frühgeschichte besuchte „seine Fundstücke“ im Museum in Trento und wurden dort von Franco Marzatiko, dem Direktor des Museo Castello del Buonconsiglio sehr herzlich begrüßt.

(Organisation: Gisela Mahnkopf)

 
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